der weg ist das Ziel

Pakistan

Private Flugreise vom 19. Mai – 03.Juni 2017

Unsere gefahrene Strecke

Reiseroute Pakistan
Fotobuch Pakistan
Unser Fotobuch von Pakistan

Nachdem wir bereits im Februar 2008 zu unserem Freund mit Familie nach Sanaa im Jemen gereist waren, besuchten wir ihn nun an seiner neuen Arbeitsstelle in Islamabad in Pakistan.

Die Reise ging über Manama im Königreich Bahrain nach Islamabad, wo wir in aller Frühe von unserem Freund am Flughafen abgeholt wurden.

Wir kamen unter in einem Zimmer seines recht großen Hauses, in dem er allein, ohne seine Familie lebte.

Islamabad

Die ersten Tage verbrachten wir damit, uns Islamabad anzuschauen und die umliegenden Sehenswürdigkeiten zu erkunden. Dazu stellte unser Freund uns seinen früheren Fahrer Ali zur Verfügung, der uns überall dahin kutschierte, wo wir hin wollten. Beeindruckend war die Shah Faisal-Moschee und deren Größe. Diese bietet bis zu 74.000 Menschen Platz.

Karakorumgebirge in Pakistan

Nach vier Tagen in Islamabad brachen wir dann am 23. Mai mit einem Fahrer und unserem Reiseführer Fidah zu einem Ausflug ins Karakorumgebirge bis zur chinesischen Grenze in 4700 Metern Höhe auf. Auf dieser Tour kamen wir in unmittelbare Nähe der mächtigen Berge des Karakorums, die unsere bekannten Gipfel der Alpen wie kleine Hügel aussehen ließen.

Am für mich eindrucksvollsten war der Blick auf das Nanga Parbat Massiv und entlang der Flanke des Rakaposhi, einem 7788 Meter hohen Berg, dessen fast 20 Kilometer breite Nordwand über 6000 Meter vom Grund des Hunzatals aufragt. Sie ist damit die weltweit höchste Steilflanke und es ist atemberaubend, diese 6000 Meter ungehindert an dieser steil aufragenden Eiswand bis zum Gipel hinaufzusehen.

Wir fuhren den Karakorum-Highway über weite Strecken durch die Täler des Indus, des Gilgit und des Hunza. Der höchste Punkt der Strecke wird mit 4693  am Khunjerab-Pass erreicht, der auch die Grenze zwischen Pakistan und China markiert. Der KKH gehört somit zu den höchstgelegenen Fernstraßen der Welt.

Am siebten Tag dieser herrlichen Fahrt hieß es mit dem Flugzeug von Gilgit zurückzukehren nach Islamabad.

Khunjerab-Pass in Pakistan

Lahore an der Grenze zu Indien

Es folgte mit unserem Fahrer Ali noch ein zweitägiger Ausflug nach Lahore, wo wir Gelegenheit hatten, mit der Badshahi Moschee die zweitgrößte Moschee Pakistans und einer der größten der Welt zu besichtigen.

Am Nachmittag fuhren wir an die Grenze zu Indien nach Wagah, um dort der tagtäglichen Grenzschließungszeremonie der Pakistaner und Inder zuzuschauen. Ein grandioses und sehr beeindruckendes Schauspiel zwischen den Grenzsoldaten dieser bis aufs Blut verfeindeten Atommächte.

Lahore selbst überwältigte uns mit seinem Basar in der Altstadt und dem unbändigen Verkehr, in dem Handkarren, Eselfuhrwerke, Mopeds, Fahrräder, Rikshas große und kleine PKW, Lastkraftwagen und Busse einen unablässigen Fahrzeugstrom bilden. Der Straßenverkehr ist chaotisch, bunt und gefährlich. Autofahren in Pakistans Städten gleicht einem Autorennen in einem Computerspiel. Es wird links oder rechts überholt und das bei jeder Geschwindigkeit. Wer zuerst kommt, mahlt zuerst.

Transportmittel in Pakistan

Zurück nach Islamabad ging es vorbei am Salzbergwerk in Khewra, das eine der weltweil größten Steinsalzlagerstätten der Welt erschließt. Hier kommt das berühmte „Himalayasalz“ her, und das, obwohl man hier gar nicht im Himalaya ist. Aber es ist werbewirksam.

An einem der letzten Tage statteten wir der einst provisorischen Hauptstadt Pakistans, Rawalpindi, die in unmittelbarer Nachbarschaft zur neu erbauten Hauptstadt Islamabad liegt, einen Besuch ab.

Beeindruckend auch hier der Basar, in dem alles zu finden war, was man für das Leben braucht, von LKW Reifen bis hin zum Tütchen Salz.

Auch hier ein Verkehr, der einem den Atem stocken ließ.

LKW Bau in Pakistan

In einem Hinterhof am Rande Rawalpindis, der eher einem Schrottplatz glich als einer Autowerkstatt, schweißten, schnitzten, malten und schnibbelten im Schneidersitz auf dem Dreckboden hockende Männer, um hier die ganz besonderen LKW Pakistans zu bauen.

In Rawalpindi liegt der Ursprung pakistanischer Fahrzeugkunst. Nirgendwo sonst auf der Welt wird derart viel Kult um das Aussehen von Lastwagen getrieben wie in Pakistan. Jeder beliebige Aufbau eines LKW wird in diesen Werkstätten hergestellt, von der Ladefläche bis zur Fahrerkabine.

Einige der Fahrzeuge durften wir uns näher ansehen, richtige gemütliche Wohnzimmer fand man hier und gewaltige, weit über das Fahrerhaus hinaus und in die Höhe aufragende bunt verzierte Kronen, wie diese Überbauten genannt werden. Waren wir auf der ganzen Reise schon fasziniert von diesen bunten LKW, so war die Besichtigung eines der Entstehungsorte solcher Kunstwerke mit ein Höhepunkt unseres Aufenthalts in Pakistan.

Am Morgen des 03. Juni hieß es dann wieder Abschied nehmen. Unser Freund brachten uns zum Flughafen, dann wurden wir nach dem Einchecken in für Frauen und Männer getrennten Bussen zum Flugzeug gebracht, um dort dann wieder vereint den Rückflug antreten zu können.

Die Zwischenlandung in Manama nutzten wir, um für fünf Dollar ein Visum zum Stadtbesuch zu bekommen und diese große, mit modernsten Wolkenkratzern versehene Stadt anzuschauen. Doch war es derart heiß und die Wege in der Stadt so weit, dass wir es vorzogen, in einem klimatisierten Einkaufszentrum die Zeit bis zum Weiterflug zu verbringen.

Eine wunderschöne Reise in ein wunderbares, exotisches und freundliches Land.